KWK – Potenzial und Ausblick
KWK in Berlin
Die Energieversorgung in Berlin setzt schon heute im beachtlichen Umfang auf Kraft-Wärme-Kopplung: So arbeiten rund zehn große Heizkraftwerke in der Bundeshauptstadt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Daneben liefern zahlreiche Blockheizkraftwerke Wärme und Strom. KWK leistet damit schon heute einen entscheidenden Beitrag zum effizienten Energieeinsatz in Berlin.
Klimaschutzziele und KWK
Die Bundesrepublik Deutschland hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß um 36 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Um diese Vorgabe zu erreichen, setzt die Bundesregierung gezielt auf Kraft-Wärme-Kopplung. So soll der KWK-Anteil an der Stromerzeugung in den nächsten zwölf Jahren auf 25 Prozent verdoppelt werden. Das damit verbundene Einsparpotenzial an CO2 beträgt 20 Millionen Tonnen.
Das Berliner Klimaschutzziel für 2010 lautet: Reduktion der CO2-Emissionen um 25 Prozent im Bezug auf 1990. Diese Vorgabe ist bereits im Jahr 2005 erreicht worden. Bis 2020 sollen mit Bezug auf 1990 Reduktionen um 40 Prozent erzielt werden.
Damit besitzt das Land Berlin eine gute Basis, um auch die bundesweiten Vorgaben zur Vermeidung von Klimagasen langfristig einzuhalten. Um weitere CO2-Einsparungen zu erzielen und gleichzeitig das wirtschaftliche Wachstum der Stadt zu sichern, ist tatkräftiges Handeln auf allen Ebenen wichtig. Der Ausbau der KWK spielt dabei eine entscheidende Rolle.
KWK-Ausbau
Große Potenziale für den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung gibt es bundesweit. Durch die verstärkte Nutzung von Fernwärme und den Ausbau von KWK-Anlagen in Industrie, im Dienstleistungssektor sowie in der Wohnungswirtschaft soll der KWK-Anteil nachhaltig erhöht werden. Auch der Einsatz kleiner KWK-Anlagen leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz. Bei einer konsequenten Nutzung von KWK in allen Anwendungsbereichen können allein in Deutschland Primärenergieeinsparungen in Höhe von 170 Terawattstunden erzielt werden. Eine Reduzierung von dieser Größenordnung würde den Ausstoß von 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden.
Um zur Erreichung dieses Ziels beizutragen, wird Berlin den Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung weiter forcieren. Schon jetzt belegt die Hauptstadt unter den deutschen Städten den ersten Platz in der KWK-Nutzung. Mittelfristiges Ziel ist hierbei die Etablierung der Hauptstadt als KWK-Modellstadt – mit einer bundesweiten Signalwirkung für eine ressourcenschonende Energieversorgung und innovative Klimaschutzpolitik.







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