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KWK mit Fernwärme
Große Heizkraftwerke können das Prinzip Kraft-Wärme-Kopplung problemlos nutzen und so eine Vielzahl von Haushalten mit Strom und Wärme beliefern. In Berlin-Mitte beispielsweise versorgt ein einziges Heizkraftwerk den Großteil des Bezirks mit Wärme und Strom. Herzstück der Anlage sind mehrere große Gas- und Dampfturbinen.
Die Leistung dieses modernen Heizkraftwerks ist enorm: Es versorgt über 60.000 Wohnungen und 500 Großkunden, wie zum Beispiel die Museumsinsel, die Gebäude am Potsdamer Platz oder das KaDeWe, mit Wärme. Dazu erhalten rund 600.000 Berliner Haushalte umweltfreundlich produzierten Strom.
Berlins Fernwärmenetz
Die im Heizkraftwerk erzeugte Wärme wird über ein Fernwärmenetz, an das noch andere Heizkraftwerke angeschlossen sind, zu den Verbrauchern transportiert.
Das Berliner Fernwärmenetz ist das größte im gesamten westeuropäischen Raum. 27 Prozent der Gebäude in der Hauptstadt werden zurzeit mit Fernwärme beheizt. Insgesamt ist das Berliner Fernwärmenetz über 1.500 Kilometer lang, die Stahlrohre haben einen Durchmesser von einem Meter bis zu 2,5 Zentimeter am Hausanschluss. Sie liegen etwa 90 Zentimeter unter der Erde und sind dick isoliert. Die Temperatur, mit der das Wasser die Kraftwerke verlässt, richtet sich nach der Außentemperatur. Die Menge aber bleibt konstant: rund 326.000 Kubikmeter zirkulieren im Berliner Fernwärmesystem.
Anschluss ans Fernwärmenetz
In Altbauten mit bestehender Sammelheizungsanlage (Zentralheizung) lässt sich der Anschluss an das Fernwärmenetz einfach realisieren: Im Keller wird eine kleine Fernwärmehausstation eingerichtet, die nicht größer als eine Waschmaschine ist. Die bestehende Heizungsinstallation wird meist weiter verwendet. Heizkessel, Öltank, Kohlekeller oder Schornstein werden hingegen nicht mehr gebraucht. In Mehrfamilienhäusern mit Einzelheizungsanlagen muss auf eine Sammelheizungsanlage umgerüstet werden.
Weitere Informationen
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema KWK und Fernwärme.
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