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Starkes Interesse: Symposium zu Kraft-Wärme-Kopplung geht erfolgreich zu Ende

Berlin, 6. Mai 2009 - Mit über 700 Teilnehmern ist heute das erste KWK-Symposium der Initiative "KWK Modellstadt Berlin" erfolgreich zu Ende gegangen. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) - die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme - war im Rahmen der Berliner Energietage 2009 mit fünf Veranstaltungen ein Themenschwerpunkt der jährlich stattfindenden Fachmesse im Ludwig-Erhard-Haus. Im Rahmen des Symposiums ist die Initiative "KWK Modellstadt Berlin" als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" geehrt worden. Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz und Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur, nahmen die Ehrenplakette entgegen.

Senatorin Lompscher verwies auf die Bedeutung von KWK: „Bis 2020 wollen wir den CO2-Ausstoß um 40 % senken. Dazu brauchen wir den weiteren Ausbau von KWK, den wir in unserem Klimaschutzgesetz verankern werden.“

Organisiert wurde das KWK-Symposium von „KWK Modellstadt Berlin“, einer Initiative der Berliner Energieagentur in Kooperation mit der GASAG, Vattenfall und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. „Wir sind sehr erfreut über die große Resonanz auf unsere Workshops“, zog Michael Geißler Bilanz. „Das KWK-Symposium hat sich als wichtige Plattform für Diskussionen mit Wissenschaftlern, Energieexperten und Anwendern erwiesen“, so Geißler weiter. Auf den halbtägigen Workshops beleuchteten Fachreferenten technologische Trends, Entwicklungen am Markt und politische Rahmenbedingungen. Der Fokus lag auf dem neuen KWK-Gesetz, ersten Erfahrungen mit neuen Förderinstrumenten, zentralen und dezentralen KWK-Lösungen und dem Einsatz von erneuerbaren Energien.

Im Workshop „Mehr als Heizung und Warmwasser: Innovative Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung“ wurden anhand von Praxisbeispielen neue Technologieentwicklungen im Bereich der Fernwärme vorgestellt. Thematisiert wurden die Fernwärmespeicherung und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, die neben der Wärmeerzeugung auch der Klimatisierung dient. Große Beachtung fand der von Vattenfall gegebene Strategieausblick für den Fernwärmeausbau in Berlin. Das Bremer Energie Institut wies darauf hin, dass Bundesländer über das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz hinausgehen können. So könne Berlin beispielsweise die Regelungen, die im Gesetz auf Neubauten beschränkt sind, auf den Gebäudebestand ausweiten und Nah- bzw. Fernwärmeanschlüsse als Ersatzmaßnahme zulassen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Dezentrale KWK: Wärme- und Stromversorgung maßgeschneidert“ stand die Wärme- und Stromversorgung durch Mini- und Mikro-KWK-Anlagen. Bei der Vorstellung verschiedener Praxisbeispiele wurde die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten für Blockheizkraftwerke deutlich: Diese können sowohl große Krankenhäuser als auch Mehrfamilienhäuser versorgen. Der Workshop verdeutlichte, dass im Bereich der Einfamilienhäuser bereits effiziente KWK-Lösungen marktfähig sind, diese aber noch nicht in der Breite nachgefragt werden.

Unter dem Motto „Gut kombiniert: Erneuerbare Energien und KWK“ rückten Praktiker die Einsatzmöglichkeiten von erneuerbaren Energien in KWK-Anlagen in den Vordergrund. Sie zeigten, welche Anwendungsmöglichkeiten heute schon bestehen und welche Trends sich entwickeln: Ein Schwerpunkt lag hier auf der Nutzung von Biomasse – eine Anwendung, die nach Einschätzung von Umweltsenatorin Katrin Lompscher auch in einer Großstadt wie Berlin an Bedeutung gewinnen wird.

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Olaf Ebeling von der Deutschen Bank überreicht der "KWK Modellstadt Berlin" die Ehrentafel "Ausgewählter Ort im Land der Ideen". Katrin Lopscher, Berliner Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbrauerschutz sowie Michael Geissler, Geschaeftsführer der Berliner Energieagentur nehmen die Auszeichnung auf den "Berliner Energietagen 2009" entgegen.



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